Bewegende Abschlussfeier unserer Absolventinnen und Absolventen
Geschafft! Nach monatelangem Bangen und Hoffen, Vorbereiten und Schockstarre-Überwinden, nach Erleuchtungen und Blackouts, nach Stressen und Chillen sind die Zentralen Abschlussprüfungen 2026 an unserer Realschule Benrath (wie in ganz NRW) nun Geschichte.

Zeit, neue Geschichten zu schreiben. Oder neue Kapitel aufzuschlagen. Oder neue Wege zu gehen. Oder neue Türen zu öffnen. Dies sind nur Beispiele aus den zahlreichen Reden, die am Ende der Prüfungszeit standen – bei der großen Abschlussfeier in unserer Aula. Die erste Abschlussfeier im neuen Gebäude war zugleich der letzte Akt dieses Lebensabschnitts der Absolventinnen und Absolventen.

Wer die schicken jungen Erwachsenen betrachtete, wusste sogleich, womit diese die letzten Wochen auch verbracht hatten: mit Klamotten-Shopping vom Feinsten und Friseurbesuchen. Viele Mädels glänzten in allen nur vorstellbaren edlen Farben und mit viel Glitzer, viele Jungs machten in sehr eleganten Anzügen viel her – ein wahres Fest! Zu Thema Schuhe sei hier mit einem Mythos aufgeräumt: Ob High Heels oder nagelneue Anzugschuhe aus Leder: Nicht eingetragen verursachen sie bei allen SchuträgerInnen Blasen. Zum Glück sind auch schicke Turnschuhe hipp, zu denen einige der AbsolventInnen griffen.

Die Feierlichkeiten waren in zwei Teile geteilt: Zuerst begingen die Klassen 10a und 10b ihren Abschluss, dann folgten die Klassen 10c und 10d. Insgesamt gab es 13 Reden – manche lustig, manche nachdenklich, manche emotional, manche mahnend. Es flossen viele Tränen der Rührung, es gab Standing Ovations und jede Menge Beifall. Am lautesten gelacht wurde bei den Klassenvideos, die meisten „Wie süß!“-Rufe riefen die Kinderfotos hervor, die bei den Zeugnisvergaben gezeigt wurden. Sie erzeugten auch geballte Wehmut bei den anwesenden Eltern, die sich deutlich bewusst wurden: Unsere Kinder sind nicht mehr klein, sie haben einen wichtigen Abschnitt geschafft und ab jetzt werden sie viele Entscheidungen selbst treffen. Der Zwiespalt zwischen Loslassen-Müssen und Unterstützen-Wollen ist wohl einer der schwierigsten für alle Eltern auf dem gesamten Erdball.

Rückblicke gab es natürlich auch – bei den Fotos, Videos und in den Reden. Schulleiter Jens Kock erinnerte an die mitunter schwierigen Zeiten in der Stufe 10, in der es eine Reihe Chaos liebender SchülerInnen anderen nicht leicht gemacht und den Lehrkräften so manche Geduldsproben abverlangt hatten. Er wünschte allen AbsolventInnen, dass sie ihr Leben (ab jetzt) verantwortungsvoll in die Hand nehmen und ihren Weg zielstrebig gehen mögen.

Unserer stellvertretenden Schulleiterin Frau Winter lag besonders am Herzen, bestimmte Gruppen von Schülerinnen und Schülern zu ehren: die, die sich unauffällig an die Regeln hielten und sorgsam arbeiteten. Dann die, die sich besonders für die Schule einsetzten – z.B. als SanitäterInnen, StreitschlichterInnen, SporthelferInnen und in verschiedenen Projekten. Passend dazu zeigte die Tanz-AG ihr bewundernswertes und bejubeltes Können – dafür investieren die Mädchen aus den Stufen 5 bis 9 viel Zeit, Kraft und Leidenschaft. Frau Winter ehrte außerdem diejenigen, die im Unterricht Herausragendes leisteten. Mehr als zehn SchülerInnen haben einen Abschluss mit einer 1 vor dem Komma erreicht – auch dafür gab es großen Applaus.


Für die AbsolventInnen stand vor allem der Dank im Mittelpunkt, wie unter anderem das Schülersprecher-Team Kayra Geçer und Mohamed Ebanhesaten deutlich machte: „Wir danken allen Lehrerinnen und Lehrer, die uns begleitet haben, uns unterstützt, an uns geglaubt und uns geprägt haben.“ Darauf folgte ein „Bad“ aus Blumensträußen und Abschiedsgeschenken. Die Klassenleitungen der Stufe 10 bedankten sich ihrerseits mit kleinen Gaben zusätzlich zu den Zeugnismappen.

Am Abend trafen sich dann alle noch einmal wieder. Beim gemeinsamen Essengehen gab es viel zu erzählen und alle genossen die gemeinsame Zeit. Und wer weiß: Vielleicht sehen wir viele der Absolventinnen bald wieder – Ende September beim Ehemaligentreffen.



Fotos & Text: krs
