Fit für den Chemieunterricht

Ein halbes Jahr mussten sie auf diesen Tag warten. Der Grund: Die Gasbrenner wurden erst kurz vor Weihnachten geliefert. Zwar soll ja die Vorfreude die beste Freude sein, aber als der „Tag des Brennerführerscheins“ endlich da war, strahlten die Schülerinnen und Schüler des Kurses WP Chemie 7 um die Wette. 

Die Prüflinge hatten fleißig gelernt. Denn es geht bei der Prüfung nicht nur darum, den Gasbrenner ans Laufen zu bekommen und ihn sachgerecht zu verwenden. Auch die Theorie will beherrscht sein, darunter Kenntnis der Sicherheitsregeln und des Aufbaus des Brenners. Außerdem müssen die einzelnen Handlungsschritte beherrscht werden. Hinzu kommt, dass man die Flamme genau beobachten und sicher einschätzen muss, ob sie in der vorgeschriebenen Weise brennt.

Wichtige Aspekte für den Brennerführerschein sind: 

  • Sicherheitsregeln: Schutzbrille tragen, Haare zusammenbinden, Laborkittel schließen, Stehen statt Sitzen, niemals über die Flamme beugen.
  • Aufbau des Brenners: Gaszufuhr (unten), Gasregler, Luftregler (drehbarer Ring), Brennerrohr.
  • Inbetriebnahme:
    • Prüfen: Gasregler und Luftzufuhr müssen geschlossen sein.
    • Schlauch fest anschließen.
    • Zündquelle (Streichholz/Feuerzeug) bereithalten.
    • Gashahn am Tisch/Brenner öffnen und sofort anzünden (Leuchtflamme).
    • Luftzufuhr langsam öffnen, bis eine rauschende, bläuliche Flamme entsteht.
  • Ausschalten: Luftzufuhr schließen, dann Gaszufuhr schließen.
  • Flammentypen: Leuchtende Flamme (Sicherheitsflamme, gelb, sichtbar) und rauschende Flamme (Arbeitsflamme, heiß, blau, bis 1300-1500°C).
  • Notfall: Bei Verlöschen der Flamme sofort Gas zudrehen. 

Die SiebtklässlerInnen bestanden ihre Prüfung vorbildlich und dürfen nun im Chemieunterricht unter Aufsicht selbstständig mit dem Bunsenbrenner arbeiten. Herzlichen Glückwunsch!