Vermessung im XXL-Format beim Erlebnistag und Geodäsie!

Vom Messen und Berechnen: Die SchülerInnen der Klasse 9c unternahmen einen spannenden Ausflug zum Düsseldorfer Vermessungs- und Katasteramt.

Quizfrage: Welches ist das ehrlichste Messgerät? Ist doch völlig klar (sagen Experten): Das GPS-Gerät! Es kann einfach nicht lügen. Der Grund: Ein GPS-Gerät kann im physikalischen Sinne nicht „lügen“, weil es keine eigenen Daten erfindet, sondern eine reine Rechenmaschine ist. Es bestimmt seine Position über die exakte Messung von Radiosignalen und Zeitlaufzeiten.

Die Schülerinnen der Klasse 9c hatten die Gelegenheit, sich das einmal genauer anzuschauen – am 14. Juli 2026 beim Tag der Geodäsie* im Düsseldorfer im Vermessungs- und Katasteramt. Normalerweise besuchen Menschen das Katasteramt, wenn sie z.B. ein Grundstück gekauft haben und es mit dem Nachbarn Streit die über Grundstücksgrenzen gibt. Oder wenn man ein Haus bauen will und einen amtlichen Lageplan einreichen muss. In Deutschland gibt es über 65 Millionen sogenannte Flurstücke. Jedes einzelne ist exakt vermessen und die Katasterämter sorgen für deren Registrierung. 

Die insgesamt 80 Jugendlichen aber interessierten eher die technischen Details der Messgeräte und erlebten einen spannenden Aktionstag rund um die Welt der Vermessung im XX-Format und superinteressanten Geodaten. Ausgerüstet mit modernster Technik durften sie selbst Hand anlegen. Es ging direkt an die Geräte, zum Beispiel beim Laser-Scanner-Ausprobieren, Drohnendaten auswerten und mit Zentimeter-Präzision Punkte im Gelände bestimmen. Schnell wurde klar: Geodäsie ist viel mehr als nur „mit dem Stativ am Straßenrand stehen“. Es ist die Schnittstelle zwischen Hightech, Natur und Digitalisierung.

Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Claus Langer

Besonders spannend war es zu sehen, wie aus Millionen von Messpunkten in Sekundenschnelle ein dreidimensionales Abbild der Umgebung auf dem Bildschirm entsteht – Gaming-Feeling im Reallabor! Natürlich gab es auch jede Menge Informationen über die Berufe in diesem aufregenden Umfeld. So kann man zum Beispiel eine Ausbildung zur/zum Vermessungstechniker:in oder  Geomatiker:in absolvieren.

Der Erlebnistag hat gezeigt: Ob für die Stadtplanung von morgen, autonome Autos oder den Klimaschutz – ohne Geodaten läuft in unserer modernen Welt gar nichts. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren für diesen faszinierenden Blick hinter die Kulissen eines Berufsfeldes mit absoluter Zukunftsgarantie.

Fotos: kr; Text: krs

💡 WISSENSWERTES:

*: • Der Begriff „Geodäsie“ stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich aus zwei Begriffen zusammen:
 gē (γῆ): Bedeutet „Erde“ oder „Land“.  daiein (δαίειν): Bedeutet „teilen“ oder „verteilen“.  Zusammengesetzt bedeutet es wörtlich „Erdteilung“ oder „Landverteilung“.
-> Der historische Hintergrund: Der Ursprung liegt im alten Ägypten. Die Disziplin entstand aus der Notwendigkeit, nach den jährlichen Nil-Überschwemmungen die landwirtschaftlichen Felder für die Bauern neu und gerecht aufzuteilen.
-> Prägung durch Aristoteles: Der griechische Philosoph Aristoteles (384–322 v. Chr.) nutzte den Begriff erstmals gezielt, um die praktische Aufteilung von Grundstücken und die Vermessung der Erde zu beschreiben.
-> Geodäsie ist heute der Fachbegriff für die Vermessung und Abbildung der Erde. Sie bestimmt exakt die Form unseres Planeten und erfasst präzise Positionen, Höhen und Entfernungen. Geodäten liefern die exakten Koordinaten und Karten—von Grundstücksgrenzen und Bauwerken bis hin zu Satellitendaten für Routenplaner (wie Google Maps). 

💡 Weitere Infos gibt es hier:

https://www.ddorf-aktuell.de/2026/07/14/duesseldorf-geodaesie-80-schuelerinnen-wissen-nun-was-das-ist/

https://lokalbuero.com/2026/07/14/vermessung-zum-anfassen-80-schueler-erkunden-geodaesie-in-duesseldorf/

https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/erlebnistag-geodaesie-2026-vermessung-zum-mitmachen