Fußball-Pokal zum Abschied

Das erste Abschluss-Fußballturnier an unserer Schule war ein voller Erfolg.

Was ist das für ein Ereignis, bei dem sich acht Klassen in einer Sporthalle versammeln, von denen die Hälfte sportlich alles gibt und die andere Hälfte sie dabei anfeuert? Das ist das große erste Abschluss-Fußballturnier der Stufen 9 und 10 der neuen Realschule Benrath! Nicht nur draußen gab es hochsommerliche Temperaturen, auch die Halle kochte vor Energie und Sportsgeist.

Bei dem Hallenturnier traten je zwei Teams mit je sieben Spielern pro Mannschaft für zweimal zehn Minuten gegen einander an. Die ZuschauerInnen unterstützen ihre Teams mit viel Beifall, Plakaten, ermutigenden Rufen bei Toren und Trost bei verschossenen Strafstößen. Die Sportlehrkräfte gaben alles, damit die Partien fair und sportlich blieben. 

Beim Finale hielt es kaum noch jemanden auf den Bänken: Die Klassen 10a und 10c kickten den Ball auf hohem Niveau. Es ging mit 0:0 in die Verlängerung, und danach erneut bei einem Stand von 0:0 ins Sieben-Meter-Schießen. Nach fünf Schüssen pro Team stand es zunächst 2:2. Am Ende setzte sich die Klasse 10a mit 4:3 durch und machte den Sieg für sich klar. Voller Stolz und überglücklich nahm die Mannschaft den funkelnagelneuen Realschule-Benrath-Wanderpokal entgegen.

Doch alle ZehntklässlerInnen fühlten sich ein bisschen wie Sieger – denn dieses Turnier war der gelungene Start ihrer Abschiedswochen von unserer Schule, die am 03.07.2026 mit den Abschlussfeiern ihren zweiten Höhepunkt finden wird.

Fotos: rb; Text: krs

Noch mehr Eindrücke gibt es hier:

Von Freiheit und Widerstand

Der Kurs 10PP folgte den Spuren der Edelweißpiraten.


Was ist Freiheit? Warum ist sie so wichtig? Welche Freiheiten sind wichtiger als andere? Was sind unsere Freiheiten wert? Und wie weit gehen Menschen, um sie zu verteidigen, auch unter schwierigsten Bedingungen? Mit diesen Fragen hat sich der Kurs 10 Praktische Philosophie intensiv beschäftigt.

Zum Abschluss der Lerneinheit fuhr die Gruppe nach Köln-Ehrenfeld, um auf Spurensuche zu gehen. Denn in dem heute bunten, turbulenten und alternativen Stadtteil schlossen sich einst junge Menschen zusammen, um Widerstand zu leisten. Widerstand gegen die Nationalsozialisten, deren Regime und deren Krieg 1939 is 1945 sich gegen die Freiheit, gegen die Selbstbestimmung und gegen die Menschlichkeit richteten: Die Edelweißpiraten.

Die Philosophie-SchülerInnen lernten: Der Name „Edelweißpiraten“ wuchs aus einer Beschimpfung der Nazis, mit der sie die Gruppe der Widerständler demütigen wollten. Doch die Edelweißpiraten – die meisten in dem Alter wie unsere Zehntklässler heute – ließen sich nicht beirren. Was 1942 mit Treffen in der Natur und Spottliedern auf die Nazis und Flugblatt-Aktionen begann, wurde rasch zum bewaffneten Widerstand, geplant und organisiert in Ehrenfelder Kellern, versteckt und gedeckt von vielen Mittwissenden. Für viele waren die Edelweißpiraten Vorbilder wegen ihres Mutes und ihrer Unerschrockenheit. Für andere waren sie gefährliche Kriminelle, die man bestrafen musste.

Am Ende brachte ihr Einsatz auch vielen Edelweißpiraten den Tod. Die Gestapo und SS ermordeten am 10. November 1944 dreizehn Mitglieder der sogenannten „Ehrenfelder Gruppe“, darunter auch jugendliche Edelweißpiraten. Die öffentliche Hinrichtung ohne Gerichtsurteil fand an einer Eisenbahnbrücke am Bahnhof Ehrenfeld in Köln statt. Die Tötungen wurden gefilmt und fotografiert – das sollte als Abschreckung dienen.

Genau an der Hinrichtungsstelle gibt es heute eine Gedenkstätte mit den Namen der jungen Widerständler und mit ihren wichtigsten Botschaften, mit Gemälden, einer Gedenktafel und Porträts einzelner wichtiger Gesichter der Widerstandsgruppe. Gegenüber auf dem Boden sind auch Stolpersteine* verlegt, die an zwei Anführer der Edelweißpiraten erinnern. 

Nur zwei Straßen weiter erinnert der Hochbunker K101 an die Geschichte der Gruppe – als einer der Treffpunkte der Edelweißpiraten. Heute ist der Bunker ein Veranstaltungsort, in dem Konzerte, Theaterstücke und andere Kulturevents stattfinden, bei denen Themen wie Ausgrenzung und Rassismus sehr wichtig sind.

Am Ende des Rundgangs waren die PP-SchülerInnen sehr nachdenklich. Ja, so waren sie einig, die Edelweißpiraten beeindrucken bis heute Menschen mit ihrem Widerstand. Aber sie nahmen Verfolgung, Gefängnis und Gefahr auf sich, viele bezahlten mit dem Tod. Wieviel ist die Freiheit wert? Diese Frage wird uns noch lange beschäftigen. 

Text und Fotos: krs

Wer mehr über die Edelweißpiraten erfahren möchte, kann dies in dieser Doku des TV-Senders ARTE tun: https://www.youtube.com/watch?v=JAg5plf6Uzk

 *: Stolpersteine sind kleine Gedenksteine, die im Gehweg vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern von NS-Opfern verlegt werden. Sie erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Das Konzept stammt vom Künstler Gunther Demnig.

Ein Dorf erwacht zu neuem Leben

Eindrücklicher Besuch in Keyenberg und am Tagebau Garzweiler*

Der WP-Kurs Wirtschaft 8 und die Klasse 8d der Realschule Benrath unternahmen einen besonderen Unterrichtsgang: Sie fuhren im Juni 2026 nach Keyenberg und zum Tagebau Garzweiler. Keyenberg ist ein Ortsteil der Stadt Erkelenz im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Herrn Zariouh, Frau Türk und Frau Rempel.

Vor Ort erhielten die Schülerinnen und Schüler eine spannende Dorfführung durch Barbara Ziemann-Oberherr, die eng mit Keyenberg verbunden ist und sich seit vielen Jahren mit der Geschichte und Zukunft des Ortes auseinandersetzt. 

Die Geschichte von Keyenberg ist einzigartig

Die Jugendlichen erfuhren: Durch den Braunkohleabbau – viele Jahre wichtiger Standard für die Energiegewinnung – war der Ort Keyenberg lange Zeit bedroht, weil die Abbaufläche erweitert werden sollte. Der Stromerzeuger RWE* übernahm viele der Häuser, andere wurden im Zuge der geplanten Umsiedlung von ihren Bewohnern verlassen. 
Ursprünglich sollten die Dörfer dem Tagebau Garzweiler weichen. Durch den vorgezogenen Kohleausstieg entfiel der Bedarf für die darunterliegende Braunkohle. Da die Umsiedlung bereits im Jahr 2016 begann, existieren derzeit sowohl das alte, zu großen Teilen leergezogene Dorf als auch der neue Umsiedlungsstandort. Die Stadt Erkelenz treibt die Wiederbelebung des alten Ortes voran. 

Die Entscheidung, dass Keyenberg und vier weitere Erkelenzer Dörfer (Kuckum, Berverath, Ober- und Unterwestrich) erhalten bleiben, fiel im Oktober 2022. Die nordrhein-westfälische Landesregierung beschloss, die Kohle unter den Orten nicht mehr abzubaggern, wodurch der Abriss abgewendet wurde.
Nachdem das Dorf nun doch erhalten bleiben soll, steht Keyenberg vor einer neuen Herausforderung: Aus einem fast verlassenen Ort soll wieder ein lebendiges Dorf werden.
Während der Führung konnten sich die Schülerinnen und Schüler selbst ein Bild davon machen, welche Folgen der Braunkohleabbau für Menschen, Häuser, Straßen und ganze Dorfgemeinschaften haben kann. Besonders eindrücklich war der Kontrast zwischen den verlassen wirkenden Gebäuden, der ruhigen Dorfatmosphäre und der Hoffnung, dass Keyenberg in Zukunft wieder stärker belebt wird.

Auch der Blick auf den Tagebau Garzweiler machte deutlich, wie groß der Eingriff in die Landschaft ist und wie eng wirtschaftliche Interessen, Energieversorgung, Klimaschutz und persönliche Schicksale miteinander verbunden sind. Die Schülerinnen und Schüler stellten viele Fragen und nutzten die Gelegenheit, mehr über Umsiedlung, Heimatverlust, Kohleabbau und die Zukunft der Region zu erfahren.
Bei hochsommerlichen Temperaturen waren alle mit großem Interesse dabei. Der Ausflug bot eine wertvolle Möglichkeit, Unterrichtsinhalte aus Wirtschaft, Politik, Erdkunde und Gesellschaftslehre direkt vor Ort zu erleben. So wurde deutlich: Strukturwandel ist kein abstraktes Thema, sondern betrifft echte Orte und echte Menschen.

Wir bedanken uns herzlich bei Barbara Ziemann-Oberherr für die offene, informative und bewegende Führung durch Keyenberg.

Fotos & Videos: zar, tü, Khalid (8c); Text: zar

Quelle: https://de.statista.com/infografik/29139/braunkohletagebau-garzweiler-im-ueberblick/

Weitere Infos gibt es hier:
https://www.bund-nrw.de/themen/braunkohle/hintergruende-und-publikationen/braunkohlentagebaue/garzweiler/steckbriefchronologie-garzweiler

*: Garzweiler 2 ist ein riesiges, tiefes Loch im Boden, in dem riesige Bagger sogenannte Braunkohle ausgraben. Diese Kohle wird in Kraftwerken verbrannt, um daraus Strom für unsere Steckdosen zu machen. Es ist so groß, dass ganze Dörfer weichen müssen, damit die Maschinen dort arbeiten können. 

Die wichtigsten Punkte

1. Das große Loch
Garzweiler 2 ist ein sogenannter Tagebau. Das ist das Gegenteil von einem normalen Bergwerk: Statt tief unter der Erde in dunklen Tunneln zu graben, wird hier alles oben auf der Erde weggeschaufelt.
Es entsteht eine gigantische Kraterlandschaft, in der bis zu 210 Meter tief gegraben wird. 

2. Was sind das für Fahrzeuge, die man dort sieht?
Dort arbeiten extreme Riesenmaschinen, sogenannte Schaufelradbagger.
Sie sind so hoch wie ein Haus mit 30 Stockwerken und die Schaufeln an ihren Rädern sind so groß, dass ein Kleinwagen hineinpassen würde. Sie graben ununterbrochen Erde und Kohle ab. 

3. Was ist Braunkohle?
Braunkohle ist ein natürlicher Brennstoff, der vor vielen Millionen Jahren aus versteinerten Pflanzen und Wäldern entstanden ist.
Wenn man sie in Kraftwerken verbrennt, entsteht heißer Dampf, der riesige Turbinen antreibt. So wird unser Strom gemacht, damit zu Hause das Licht angeht oder Computer funktionieren. 

4. Warum ist das ein Problem?
Weil die Bagger immer weiterwandern, fressen sie sich durch Felder, Wälder und Straßen.
Das bedeutet, dass Menschen, die dort in kleinen Dörfern wohnen, ihre Heimat verlieren. Sie müssen in neue Dörfer oder Städte umziehen, und ihre alten Häuser werden abgerissen.
Außerdem ist die Kohleverbrennung nicht gut für das Klima.

5. Wie geht es weiter?
Da wir heute unseren Strom immer mehr mit Wind und Sonne machen (erneuerbare Energien) und die Kohle das Klima belastet, wird das Graben bald aufhören. 
Wenn die Grube leer ist, soll das Loch nicht einfach so bleiben: Es ist geplant, es ab dem Jahr 2036 über viele Jahrzehnte hinweg mit Wasser aus dem Rhein zu füllen. So soll dort ein riesiger, neuer See für die Menschen und die Natur entstehen.

**: Die RWE-AG mit Hauptsitz in Essen ist ein führender deutscher Energiekonzern und gilt als der größte Stromerzeuger in ganz Deutschland und damit auch die unangefochtene Nummer 1 in Nordrhein-Westfalen (NRW). 

Sonne, Spaß und Spitzenleistungen: Unsere Bundesjugendspiele!

Am 18. Juni 2026 verwandelte sich der Benrather VFL-Sportplatz in eine Arena voller Energie, Teamgeist und sportlichem Ehrgeiz. Bei blauem Himmel und viel Sonne kamen die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zusammen, um bei den diesjährigen Bundesjugendspielen ihr Bestes zu geben. 

Sogar der Sportsgeist der Fußballweltmeisterschaft in den Tausende Kilometer entfernten Stadien in den USA, Kanada und Mexiko wehte bis nach Benrath. Viele der jungen SportlerInnen trugen T-Shirts mit den Namen und Nummern ihrer Lieblingsfußballstars und waren wild entschlossen, heute auch selbst vollen Einsatz zu zeigen und damit auch zu einem guten Klassenergebnis beizutragen. Bei unseren Bundesjugendspielen drehte sich alles um Sonne, Spaß und Spitzenleistungen!

In insgesamt vier spannenden Disziplinen wurde gerannt, gesprungen und geworfen:

  • Der Sprint: Auf der Kurzstrecke gaben alle Vollgas und kämpften um jede Zehntelsekunde.
  • Der Weitsprung: Mit viel Anlauf und perfektem Absprung flogen unsere Athletinnen und Athleten förmlich durch die Luft in die Sandgrube.
  • Der Ballwurf: Die Klassen 5 bis 8 zeigten hier ihr ganzes Geschick und warfen die Bälle in beeindruckende Weiten.
  • Das Kugelstoßen: Für die Stufen 9 und 10 ging es um Koordination, Kraft und die richtige Technik mit der schweren Eisenkugel – 4 Kilo für die Jungen, 3 Kilo für die Mädchen.

Neben den sportlichen Erfolgen stand vor allem der Zusammenhalt im Vordergrund. Überall hörte man laute Anfeuerungsrufe, und jede persönliche Bestleistung wurde von den zuschauenden MitschülerInnen kräftig gefeiert. Ein großes Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern sowie den Sportlehrkräften, die für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Danke auch an den Förderverein, der den jungen SportlerInnen Mineralwasser und leckere Power-Riegel bereitgestellt hatten.

Wir sind stolz auf die tollen Ergebnisse und freuen uns schon jetzt auf das nächste Sportfest!

Fotos: krs

Bücherlisten für das Schuljahr 2026/27

Liebe Eltern und liebe SchülerInnen,
• hier finden Sie und findet ihr die neuen Bücherlisten für das Schuljahr 2026/27. Bitte lesen Sie sie aufmerksam, damit Sie wissen, welche Bücher Sie für das neue Schuljahr selbst kaufen müssen. Denken Sie daran, dass Ihre Kinder dann ein Schuljahr weiter sind. Aus Stufe 5 wird Stufe 6, aus Stufe 6 wird Stufe 7 usw.
• Bitte beachten Sie auch, dass für zieldifferente SchülerInnen eine eigene Bücherliste gilt (siehe unten).
• Außerdem finden Sie Materiallisten für das Schuljahr 2026/27. Bitte denken Sie daran, Federmäppchen, Hefte, Collegeblocks etc. zu ergänzen und nachzukaufen, wenn nicht mehr alles vollständig ist.

Die Bücherlisten:

Die Materiallisten:

Politik erleben – Besuch im Düsseldorfer Landtag

Wie funktioniert Demokratie live? Antworten auf diese Frage fand die Klasse 10b bei ihrem Besuch den Düsseldorfer Landtag. Sie erfuhren zum Beispiel, dass hier in dem schicken Gebäude in der Landeshauptstadt täglich 195 Abgeordnete arbeiten, die durch Wahlen dazu bestimmt wurden, sich von hier aus für die Bürgerinnen und Bürger in ganz Nordrhein-Westfalen einzusetzen.

Im Rahmen des Besuchs nahm die Klasse mit ihren begleitenden Lehrkräften Frau Kocaman und Herrn Zariouh an einem Planspiel teil, bei dem die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Abgeordneten schlüpften und über das Thema „Wahlrecht ab Geburt“ diskutierten. Dabei konnten sie erleben, wie politische Entscheidungen vorbereitet, beraten und beschlossen werden. Im Anschluss fand ein Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Frederick Cordes (SPD) statt.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, ihm Fragen zu seiner Arbeit im Landtag, zu aktuellen politischen Themen und zu seinem Arbeitsalltag zu stellen. Das offene Gespräch bot interessante Einblicke in die parlamentarische Arbeit und regte zu weiteren Diskussionen an. Der Besuch ermöglichte der Klasse, Politik direkt vor Ort zu erleben und demokratische Prozesse besser kennenzulernen. Insgesamt war es ein informativer und spannender Tag im Landtag NRW. 

Die Klasse 10b mit dem Landtagsabgeordneten Frederick Cordes.

Text & Fotos: Zar

Hier gibt es weitere Infos zum Landtag:

https://www.landtag.nrw.de/home.html

Realschultag 2027/28

Für Eltern, deren Kinder im Schuljahr 2027/28 in die weiterführende Schule wechseln, findet am 15. Oktober 2026 um 19:00 Uhr ein Info-Abend der 14 Düsseldorfer Realschulen in der Werner-von-Siemens-Realschule statt.
Details dazu finden Sie hier:

Technik-Kurse schnuppern Dachdecker-Luft

Ein spannender Ausflug stand für die Schülerinnen und Schüler der Stufe 7 auf dem Lehrplan: Im Rahmen des Technik-Unterrichts besuchte der Kurs mit ihren Technik-Lehrkräften Frau Kaldik und Herrn Guenak den Dachdecker-Betrieb Dachdeckermeister & Industriekletterer Sebastian Leinung GmbH in Düsseldorf. Ziel war es, hautnah zu erleben, wie ein moderner Handwerksbetrieb funktioniert. Dabei durften die Jugendlichen nicht nur zuschauen, sondern auch selbst aktiv werden und praktische Arbeitsschritte ausprobieren. Sie bauten sogar Vogelhäuschen mit wasserdichtem Dach.

Von der Drohne bis zum Lager: Einblick in den Betrieb

Der Rundgang startete im Eingangsbereich und dem Besprechungsraum der Firma. Hier erfuhren die Kinder, dass die Arbeit eines Dachdeckers lange vor dem eigentlichen Dach beginnt – nämlich bei der Planung. Am Computer vollzogen sie nach, wie eine neue E-Mail im Posteingang landet und ein Projekt startet. Besonders faszinierend: Moderne Dachdecker nutzen 3D-Modelle und machen das Aufmaß mit Drohnen, um Dächer exakt zu vermessen.

Danach gingen die Gruppe  zur Werkstatt und ins Lager. Hier staunten die Jugendlichen über die riesige Auswahl an Schrauben und Materialien. Der Chef Sebastian Leinung erklärte hierbei, wie wichtig die Wirtschaftlichkeit beim Material ist, damit nichts verschwendet wird und die Kosten im Rahmen bleiben.

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Besprechungsraum ging es direkt weiter nach draußen zum Fuhrpark und den Baustellenfahrzeugen. Die jungen BesucherInnen durften die umfangreiche Ausstattung der Fahrzeuge genau unter die Lupe nehmen. 

Natürlich hatten die Siebtklässler auch jede Menge Fragen im Gepäck, die das Profi- Team gerne beantwortete, zum Beispiel:

  • Was machen Dachdecker bei Regen? Bei starkem Regen oder Sturm kann man nicht auf das Dach. Dann werden Arbeiten in der Werkstatt erledigt oder es wird vorgearbeitet.
  • Muss man besonders sportlich sein für den Beruf? Eine gewisse Grundfitness und Schwindelfreiheit sind wichtig. Die nötige Kraft und Ausdauer baut man aber während der Ausbildung ganz automatisch auf.
  • Was ist die schwierigste Tätigkeit, die ein Dachdecker erledigen muss? Das ist oft das präzise Abdichten von komplizierten Ecken, Anschlüssen oder Schornsteinen, damit später garantiert kein Wasser durchkommt.
  • Dürfen Dachdecker auch alleine aufs Dach oder müssen sie wegen der gegenseitigen Absicherung mindestens zu zweit sein? Aus Sicherheitsgründen arbeitet man auf dem Dach fast nie allein. Die gegenseitige Absicherung und Hilfe im Notfall sind im Handwerk Pflicht.
  • Haben Dachdecker sein und Bergsteigen Ähnlichkeiten? Ja, absolut! In beiden Bereichen arbeitet man in großen Höhen, nutzt Sicherheitsgurte, muss sich auf sein Material verlassen können und braucht ein gutes Gleichgewicht.

Interessant fanden die SchülerInnen auch, dass Dachdeckermeister Sebastian Leinung von seinem eigenen Werdegang erzählte – vom Lehrling bis dahin, selbst Chef zu sein. „Wir suchen immer geeignete junge Leute, die sich den Dachdecker-Beruf für sich selbst vorstellen können“, betonte er. Darum  präsentierte sich die Firma vor wenigen Wochen auch auf der Berufsmesse „Lust auf Handwerk“ in Düsseldorf .

Der Ausflug hat gezeigt: Das Dachdeckerhandwerk ist viel digitaler, abwechslungsreicher und moderner, als viele vorher gedacht haben!

Fotos: guen

Kleines Dachdecker-Lexikon: 12 wichtige Begriffe

  • Aufmaß: Das genaue Ausmessen einer Baustelle oder Dachfläche. Heute wird das oft digital oder mit Drohnen gemacht, um zu berechnen, wie viel Material gebraucht wird.
  • Dachhaut: Die äußerste Schicht eines Daches, die das Gebäude vor Regen, Schnee und Wind schützt. Sie kann aus Ziegeln, Schiefer oder speziellen Planen bestehen.
  • Dachrinne: Die Rinne an der Dachkante, die das Regenwasser sammelt und über das Fallrohr sicher nach unten in die Kanalisation leitet.
  • Eindecken: So nennt man das Verlegen der Dachziegel oder Dachpfannen auf dem fertigen Holzgerüst des Daches.
  • Flachdachabdichtung: Da Wasser auf flachen Dächern nicht einfach abfließen kann, werden sie mit speziellen Bitumenbahnen (Teerbahnen) oder Kunststofffolien komplett wasserdicht verschweißt.
  • First: Die oberste, waagerechte Kante eines Satteldaches, wo die beiden schrägen Dachflächen ganz oben aufeinandertreffen.
  • Giebel: Der obere, meist dreieckige Teil der Hauswand, der an den Seiten unter den schrägen Dachflächen liegt.
  • Lattung: Die Holzlatten, die quer auf das Dach genagelt werden. An ihnen werden später die Dachziegel eingehängt.
  • PSAgA (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz): Die Sicherheitsausrüstung der Dachdecker in großen Höhen. Dazu gehören Auffanggurte, Seile und Karabinerhaken.
  • Schornsteineinfassung: Die Abdichtung am Übergang zwischen dem gemauerten Schornstein und dem Dach. Sie sorgt dafür, dass an dieser schwierigen Stelle kein Regenwasser ins Haus läuft.
  • Traufe: Die unterste Kante eines Schrägdaches, an der das Regenwasser in die Dachrinne fließt. Sie ist das Gegenstück zum First.
  • Wirtschaftlichkeit: Das geschickte Planen und Einkaufen von Materialien. Ziel ist es, so exakt zu kalkulieren, dass kein Material verschwendet wird und das Projekt bezahlbar bleibt.


    *: Infos zum Dachdeckermeister & Industriekletterer Sebastian Leinung:
Quelle: www.dachdecker-leinung.de

Weitere Infos gibt es unter diesem Link:

https://www.dachdecker-leinung.de

VORMERKTAGE FÜR SCHULFORMWECHSLER

Ihr Kind soll nach Klasse 6 vom Gymnasium an die Realschule wechseln? Dann kommen Sie als Eltern und Erziehungsberechtigte mit Ihrem Kind

• am 17. und 18. Juni 2026 
• zu den Vormerktagen  
• von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr 
• in unser Sekretariat (1. Stock).

An diesen beiden Tagen können Sie Ihr Kind im Sekretariat für einen Schulplatz vormerken lassen. Diese Vormerkung ist keine Anmeldung!

WICHTIG: Zu den Vormerktagen benötigen wir vorab eine telefonische Anmeldung unter dieser Telefonnummer: 0211 89 98 415

Erforderliche Unterlagen für den Wechsel:
Bitte bringen Sie zum vereinbarten Anmeldetermin folgende Dokumente mit:
• „Gelber Vormerkzettel“: Dieses offizielle Formular zum Schulformwechsel wird Ihnen vom aktuellen Gymnasium Ihres Kindes ausgehändigt.
• Zeugnis: Eine Kopie des aktuellen Halbjahreszeugnisses.
• Begleitung: Das Kind muss beim Anmeldetermin im Sekretariat persönlich dabei sein.

Uhrmacher & Uhrmacherinnen am Werk

Es war ein Vormittag voller Energie, konzentriertem Werkeln und lauter lachender Gesichter im Technik-Raum! Schülerinnen und Schüler der Stufe 8 hatten sich am 2. Juni 2026 ein ganz besonderes Projekt vorgenommen: Nach der Opitec-Bauanleitung 121.001* sollten eigene Designer-Uhren entstehen. Was als Stapel schlichter Holzplatten begann, verwandelte sich Minute für Minute in echte, geometrische Kunstwerke.

Mit vollem Eifer wurde geschliffen, geleimt und präzise gemessen, damit die markante dreieckige Form der Uhren auch perfekt zur Geltung kommt. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung wurde eifrig von Tisch zu Tisch gereicht, während sich die Jugendlichen gegenseitig Tipps gaben und stolz die ersten glatten Holzkanten präsentierten. Das absolute Highlight war jedoch die Gestaltung: Jede dreieckige Uhr bekam eine ganz eigene, kreative Note verpasst – von knalligen Neonfarben bis hin zu eleganten, minimalistischen Mustern.

Als schließlich die präzisen Quarzuhrwerke eingesetzt wurden und das erste leise Ticken durch den Raum hallte, war die Begeisterung riesig. Am Ende der Stunde hielt jede/r SchülerIn ein eigenes, selbstgebautes Designobjekt in den Händen. Die Truppe war sich einig: Dieser Technik-Unterricht war ein voller Erfolg und die stylischen, dreieckigen Uhren werden ab jetzt in den heimischen Zimmern die Zeit im allerschönsten Look anzeigen!

Das Projekt hatte neben dem handwerklichen Geschick noch einen ganz praktischen Nebeneffekt: In Zeiten von Smartphones und Smart Watches gerät das Lesen von Zeigern immer mehr in Vergessenheit. Viele Jugendliche schauen heute fast nur noch auf digitale Zahlen. Beim Ausmessen des Ziffernblatts und dem Justieren der Zeiger wurde die analoge Zeitmessung plötzlich wieder ganz greifbar und lebendig. Mit der selbstgebauten Uhr im eigenen Zimmer klappt das Ablesen von Stunden und Minuten ab jetzt garantiert im Schlaf! ✨
Fotos: Guen

*: Die Opitec Handel GmbH ist ein international tätiger Versandhandel für Bastel-, Kreativ- und Werkmaterialien. Das Unternehmen ist vor allem für seine lehrplanorientierten Bausätze (Werkpackungen) bekannt und bedient sowohl Schulen und pädagogische Einrichtungen als auch Privatkunden. Hier wurde die Opitec-Bauanleitung* 121.001 verwendet. 
https://www.opitec.com/de-de

Die ausführliche Anleitung zum Uhren-Bauen ist hier zu finden: