Herzen brachten viel Freude ❤️

Unsere diesjährige Valentinsaktion war ein großer Erfolg.

„Ich finde dich toll“, „Ich feiere dich, weil du mich nie im Stich lässt“, „Danke, dass du mir immer in Mathe hilfst“, „Mit dir macht Handball einfach viel mehr Spaß“… – solche und viele andere freundliche Botschaften 💌 machten am Valentinstag viele Schülerinnen und Schüler und  Lehrkräfte glücklich. Auch der Förderverein kann sich freuen: Der Verkauf der Grußkarten brachte 200,00 Euro ein, die für Projekte in der Schule genutzt werden. 

Frau Nykodym-Öland von der Schulsozialarbeit hatte in den Schulpausen alle Hände voll mit dem Verkauf der kreativ gestalteten Herzkarten zu tun. Wer eine Karte kaufte, schrieb einen Gruß hinein und legte ihn dann in die „Versandkiste“ – natürlich blieb der Inhalt geheim. 🤫

Zum Valentinstag schwärmten dann Kinder der Stufe fünf mit Frau Nykodym-Öland als Glücksboten in der Schule in die Klassenzimmer und ins Lehrerzimmer aus und überbrachten die Briefe und je ein Schokoherz dazu persönlich an die EmpfängerInnen.

Die gelungene Aktion hat vielen große Freude bereitet. Allen Helferinnen und Helfern sei darum herzlich für ihren engagierten Einsatz gedankt. ❤️

Dankbarkeit und Gemeinschaft

Beim diesjährigen Iftar in der Schule feierten SchülerInnen und Lehrkräfte gemeinsam.

Inzwischen ist es bereits eine Tradition, auf die sich die Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 schon lange gefreut hatten: das Fastenbrechen in unserer Schule. Da der islamische Fastenmonat Ramadan in einem beweglicher Zeitrahmen stattfindet und erst vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang gegessen werden darf, durfte in diesem Jahr schon kurz nach 18 Uhr gespeist und gefeiert werden.

Ab 17 Uhr kamen die Jugendlichen in der Mensa an und stellten ihre wunderbaren Köstlichkeiten auf den Buffettisch – jede Menge Süßes, Herzhaftes, Getränke und Snacks. Ein Genuss schon allein für die Augen und die Nase. Gemeinsam wurde der Raum hergerichtet, wurden die Tische dekoriert und eine Wand mit einem riesigen Halbmond aus Luftballons geschmückt. Die Veranstaltung unter dem Leitgedanken „Ein Tisch für alle“ wurde von der Organisation „Demokratie leben“ finanziell unterstützt, was alle Beteiligten sehr zu schätzen wussten.

Pünktlich um 18 Uhr startete das Fest. Zu Beginn stellten Schülerinnen verschiedene Fastentraditionen vor. Neben den religiösen islamischen, christlichen, jüdischen und buddhistischen Konzepten des Fastens und Verzichtens, Betens und Besinnens gibt es, so wurde betont, auch andere Ideen dazu. So geht es beim Heilfasten zum Beispiel vor allem um die Gesundheit und darum, dem Körper Gutes zu tun. Eines haben alle Fastenbräuche gemeinsam: Fastende nehmen sich ganz bewusst eine Pause vom Alltag, lassen liebe Gewohnheiten für eine begrenzte Zeit los und fokussieren sich auf Verzicht und besondere Werte.

Fotos: krs

Dankbarkeit für das, was wir haben, und die Stärkung der Gemeinschaft sind zwei dieser Werte im Ramadan. Darum ist das gemeinsame Fastenbrechen immer der Höhepunkt eines Fastentages. Und so schwirrten Unterhaltungen, Gelächter und der Austausch beim Iftar in der Schule durch die Mensa. Auch die Lehrkräfte hatten Spaß und genossen mit den SchülerInnen das üppige Festmahl.

Und zum Schluss ging es zu wie bei den Heinzelmännchen: Alles packten beim Aufräumen mit an und verwandelten den „Festsaal“ wieder in eine Mensa. 

Zauberei mit Kunststoff und Papier

SchülerInnen der Stufe 8 waren zu Besuch im SEGRO-Park

Viele fahren tagtäglich an ihm vorbei. Ohne zu wissen, was sich darin verbirgt. Der SEGRO-Gewerbepark in Düsseldorf-Flingern versammelt auf 6000 Quadratmetern mehr als ein Dutzend Unternehmen, die alle unterschiedlich und sehr spannend sind. Die Bandbreite reicht von Werkstätten, technische Dienstleister über Medien bis hin zu Logistikunternehmen. Beim Schnuppertag der Stufe 8 im Rahmen der Berufsorientierung hatten zwei Gruppen der Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, den Park zu besuchen und bei einer Führung viel Interessantes zu erfahren. Sie erlebten Zauberei mit Kunststoff und Papier.

Zwei andere Gruppen beschäftigte sich bei Masterflex – einem kunststoffverarbeitenden Unternehmen, das Spezialist für Schläuche aus Hightech-Kunststoffen ist – mit dem Thema Kunststoffschläuche. Erstaunt erfuhren die Jugendlichen, dass Masterflex zum Beispiel das berühmte Dach der Allianz-Arena und München mit gebaut haben. In der Produktion beobachteten sie, wie aus feinstem Kunststoffgranulat Rohre in verschiedenen Größen entstehen, die in aller Welt zum Beispiel in Laboren, in Chipherstellung und Medizintechnik und sogar in der Luftfahrt zur Reinigung und sauberen Herstellung von Produkten genutzt werden. Nach dem Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen durften die SchülerInnen sogar selbst mit Schläuchen experimentieren.

Fotos: krs + SEGRO

Ein weiteres Unternehmen stellte sich zwei weiteren SchülerInnen-Gruppen vor: Jungpapier. Das Produkt, das sie herstellen, braucht jeder Mensch im Alltag. Wirklich jeder! Und wirklich jeden Tag: WC-Papier. In dem Düsseldorfer Unternehmen werden täglich aus 135 Tonnen Papier 150 Millionen Blätter zu 1 Million Rollen verarbeitet und auf 1000 Paletten gepackt. Nach der Besichtigung des Werks und einer intensiven Fragerunde waren die Jugendlichen begeistert und durften am Ende der Werksführung sogar eine Rolle des kostbaren Papiers mitnehmen. 

Wieder zurück in der Schule konnten die AchtklässlerInnen einander also eine Menge erzählen. Und nun sie sind gespannt auf weitere Events im Rahmen der Berufsorientierung.

Mehr Informationen zu den Firmen gibt es hier:

https://www.segro.com/de/laender-repository/deutschland/segro-park-duesseldorf-city

https://www.masterflex.de

www.jungpapier.de

Tanzen, feiern und gewinnen

Am Altweiber-Tag feierten die Schülerinnen und Schüler der Stufen 5 und 6 ein fröhliches Fest

Wenn Pokémon mit einer Katze tanzt, wenn ein „Polizist“ im Duett mit einem Haifisch singt und Super Mario mit einem Frosch um die Wette Bonbons futtert: Dann ist Karneval in der Realschule Benrath!

Zum ersten Mal fand die große Altweiber-Party der 5er und 6er-Klassen in der Mensa unserer neuen Schule statt. Für den bunten Schmuck aus Girlanden und Luftballons hatte die Klasse 10c gesorgt. Unser DJ „CL“ (unser Sozialarbeiter) legte wie immer gekonnt und nach den Wünschen der Kinder die Musik auf, zu der sie am liebsten tanzen. 

Auf der Tanzfläche gab es Bewegungsspiele und lustige Polonäsen, moderiert von „CL“. Wie überall zeigte sich auch hier: Die einen zeigten beim Tanzen viel Ausdauer, andere brauchten zwischendurch eine Portion frischer, kühler Luft auf dem Schulhof oder spielten Luftballon-Fangen, und wieder andere suchten sich in dem bunten Getümmel ihre Ruhe-Oasen und spielten Monopoly, plauderten einfach miteinander oder lasen sogar ein Buch. 

Zum Höhepunkt des ausgelassenen Festes kamen alle wieder zusammen: beim Kostümwettbewerb. Der Jury, die sich aus Mitgliedern der SV zusammensetzte, fiel die Wahl richtig schwer – es gab viele tolle Kostüme. SchülerInnen und LehrerInnen waren sehr gespannt.

Die Entscheidung fiel am Ende so aus: Der dritte Preis ging an den kunstvoll zurechtgemachten Tiger aus der Stufe 5. Über den zweiten Platz freute sich eine Schülerin aus einer sechsten Klasse, die ihren Preis für ihr Teufelskostüm erhielt. Den ersten Platz teilten sich zwei Mädchen aus der Stufe 6, die sehr kreativ als Foxy und Puppet auftraten.

Text & Fotos: krs

Zusammen sind wir stark

Projektwoche an der Schule fördert Toleranz und Wertschätzung

Rassismus finde ich richtig uncool“, sagt Joao. Der Elfjährige hat sich schon oft mit dem Thema beschäftigt. „Leute zu beschimpfen, weil sie anders aussehen oder weil sie aus anderen Ländern kommen, macht einfach nur Stress und bringt keinem was.“ Weil er helfen will, dass alle sich verstehen, freute er sich schon lange auf die Projektwoche der unserer Realschule Benrath, die in der ersten Februarwoche stattfand. Die Projektwoche leistete nicht nur einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung, sondern auch zur Förderung eines respektvollen und diskriminierungsfreien Miteinanders. Damit unterstreicht unsere Schule das Selbstverständnis Schule als Trägerin des Schulsiegels „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“. Zusammen sind wir stark!

Unsere Schülerinnen und Schüler haben ihre Wurzeln aus mehr als 60 Ländern und erleben in ihrem Alltag – zum Beispiel im Verein, auf der Straße und auch in der Schule – abwertende Kommentare oder Ausgrenzung durch andere Jugendliche. Die Tatsache aber, dass die Schule dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angehört, finden die meisten gut. Damit dieser Widerspruch sich auflöst und alle lernen, einander mit Respekt begegnen, gab es in der Projektwoche keinen Unterricht, sondern besondere Aktivitäten zum Thema.

Dazu gehörten zum Beispiel Kinobesuche im Rahmen der Jugendkinowoche, in der viele interessante Filme zum Thema angeboten wurden, wie etwa der Film „Sieger sein“. Es geht um ein Mädchen, das nach der Flucht aus Syrien an eine Berliner Schule kommt und sich dort mit großem Einsatz als Fußballtalent durchsetzt und sich so Respekt und Achtung verschafft.

In einem kreativen Projekt betätigten sich die FünfklässlerInnen als Designer. Sie fanden heraus, dass Vielfalt – ein Begriff, der auch in unserem Schulmotto vorkommt – auch in verschiedenen Arten von Kleidung sichtbar wird. In allen Kulturen auf der Welt gibt es unterschiedliche Traditionen, die sich in der Kleidung widerspiegeln, wie diese bunten Kunstwerke zeigen:

Aufregend wurde es für Kinder der Stufe 5 und 10. Sie durften zum Beispiel Podcasts erstellen zum Thema Diskriminierung und Vielfalt. Zwei Lehrer hatten dafür extra ein Podcast-Studio mit dem Namen „Vielfalt klingt besser“ eingerichtet.

Die Stufe 6 drehte Trickfilme zum Thema und wurde dabei fachlich vom Jugendhilfeverein Akki unterstützt. Ein Highlight für die Kids war auch das gemeinsame Essen, zu dem die Kinder Spezialitäten aus verschiedenen Ländern mitmachten, von denen alle begeistert probierten.

SchülerInnen der Stufe 7 übersetzten die Fabel „Als die Raben noch bunt waren“* in verschiedene Sprachen und schrieb sie sorgfältig auf Plakate. Eine andere Gruppe drehte Mutmach-Filme. In der Stufe 8 führten die SchülerInnen in Benrath eine Umfrage zum Thema Zivilcourage durch. An einem anderen Tag gab es für sie ein Sportturnier mit besonderem Augenmerk auf Fairplay und Mannschaftsgeist. Außerdem erarbeiteten sie mit einer Mitarbeiterin des Düsseldorfer Schauspielhauses neue Aspekte zum Thema „Nicht wegschauen“.

In der Stufe 9 wurde intensiv gelesen. Das Buch „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ von Gamze Kubaşık forderte die SchülerInnen heraus, sich mit den NSU-Morden auseinanderzusetzen, denen auch Gamzes Vater zum Opfer fiel. Keine leichte Kost, aber beim Besuch der Autorin in der Schule gab es für das junge Publikum Gelegenheit, ihr persönlich Fragen zu stellen. (Lesen Sie hierzu auf dieser Homepage auch einen eigenen Beitrag zu dem Besuch von Gamze Kubaşık.)

Die Schulsozialarbeit unter Federführung von Frau Nykodym-Öland und die SV hatten ihren ganz eigenen Zugang zum Thema: Sie verkauften Karten mit Herzmotiv zum Valentinstag. Das Projekt läuft so: Jemand schreibt einen Gruß an einen lieben Menschen und gibt die Karte an die SV-HelferInnen. Diese Karte wir dann von den „GlücksbotInnen“ der SV persönlich zum Adressaten gebracht. Ein perfekter Weg, um einander freundlich und wertschätzend zu begegnen. 💚

Auch anderswo ging es kreativ zu: Auf allen Etagen der Schule wurde gezeichnet, gemalt und gebastelt. So entstanden Plakate zum Thema mit Aufrufen, Rassismus und Diskriminierung nicht zuzulassen und sich gemeinsam für Respekt und ein gutes Miteinander zu engagieren. Aus vielen Gesprächen miteinander erfuhren sie, welchen Schaden Ausgrenzung anrichten kann. Das verstanden die SchülerInnen als Aufforderung, couragiert und entschlossen für einander einzustehen. 

Eine Ermutigung dazu schickte Emmanuel Iyoha von Fortuna Düsseldorf. Der Fußballprofi ist unser Pate im Netzwerk „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“. Er meldete sich per Videobotschaft zu Wort. „Das Thema Rassismus ist sehr wichtig“, betonte er. Erst kürzlich sei er von einem Fan rassistisch angegangen worden – solche Vorfälle seien leider nicht selten und immer sehr verletzend. „Ich finde es supercool, dass ihr diese Projektwoche macht und euch in all eurer Unterschiedlichkeit besser kennenlernt“, so Iyoha. Zusammenhalt sei der beste Weg, jeder Art von Ausgrenzung etwas Gutes entgegenzusetzen.

*: „Als die Raben noch bunt waren“ wurde als Bilderbuch von Edgar Schreiber-Wicke und Carola Holland bekannt und ist für 16,00 Euro im Buchhandel erhältlich.

Der Inhalt der Fabel:
Die bunte Vergangenheit: Einst waren Raben nicht schwarz, sondern prachtvoll bunt – rosa mit violetten Federn, gelb mit grünen Tupfen oder hellblau gestreift. Der Streit: Ein Schneemann (oder ein Maulwurf) wirft die Frage auf, welche Farbe denn die „richtige“ für einen echten Raben sei. Daraufhin bricht ein heftiger Streit aus. Jede Gruppe ist überzeugt, dass nur ihre eigene Farbkombination die wahre sei. Der Krieg der Farben: Die Raben trennen sich nach Farben und beginnen einen „rabenschweren Krieg“, bei dem sie sich gegenseitig bekämpfen. Die Verwandlung: Ein geheimnisvoller schwarzer Regen setzt ein und wäscht alle Farben weg. Seitdem sind alle Raben schwarz und können sich nicht mehr aufgrund ihres Aussehens streiten. Die Moral: Die zentrale Botschaft der Geschichte ist ein Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz. Sie zeigt, dass Eitelkeit und der Stolz auf Äußerlichkeiten zu Spaltung und Krieg führen können. Die heutige schwarze Farbe der Raben erinnert daran, dass innere Werte und die Gemeinschaft wichtiger sind als die Farbe des Gefieders. Ein einzelner Rabe, der während des Regens im Urlaub war, blieb übrigens bunt – er musste jedoch feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, als einziger „anders“ zu sein. 

Einen Beitrag zur Projektwoche aus der Rheinischen Post finden Sie hier:

Projektwoche gegen Rassismus: „Lasst euch nicht spalten, übernehmt Verantwortung und werdet laut bei Ausgrenzung!“

Was ist, wenn der eigene Vater Opfer von Rassisten wird? Ermordet, weil er in den Augen seiner Mörder nicht hierher gehört, nach Deutschland, weil er aus einem anderen Land stammte? Und was ist, wenn die verzweifelten Angehörigen nach der Tat von den Behörden keine Hilfe, keinen Trost bekommen, sondern erleben müssen, dass ihr geliebter Vater als selbst als Krimineller verleumdet wird?

Gamze Kubaşık aus Dortmund weiß genau, was dann ist – was dann war,  als ihr Vater Mehmet Kubaşık am 4. April 2006 von der NSU ermordet wurde. „Danach“, sagt sie, „war nichts mehr wie vorher. Das Leben unserer Familie änderte sich quasi über Nacht vollkommen. Und auch heute noch ist nichts mehr, wie es einmal war.“ 

Im Rahmen unserer Projektwoche zum Thema „Rassismus und Courage“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs intensiv mit Gamze Kubaşıks Geschichte und den Themen Rassismus, Diskriminierung und gesellschaftliche Verantwortung auseinander. Grundlage der inhaltlichen Arbeit bildete Gamze Kubaşıks Buch „Unser Schmerz ist unsere Kraft“, das sie mit ihrer Freundin Semiya Şimşek und der Autorin Christine Werner geschrieben hat.

Die Unterrichtsmaterialien, die die Neuntklässler ebenfalls fleißig bearbeiteten, thematisierten unter anderem das, was Gamze Kubaşık „Erinnerungsarbeit“ nennt:
• die Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), aus deren Reihen die Mörder kamen, beim Namen nennen
• den NSU-Prozess aufarbeiten und möglichst alle Akten einsehen
• den Umgang mit den Opferfamilien weiter untersuchen
• Rassismus im Alltag erkennen und benennen
• Demokratie und Werte des Zusammenlebens erarbeiten und nach ihnen leben
• die Bedeutung von echter Freundschaft in schwierigen Zeiten wertschätzen
• die eigene Geschichte des Vaters und das Schicksal seiner Familie festhalten und immer wieder darüber zu sprechen

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich intensiv auf die Veranstaltung vorbereitet. Sie lasen nicht nur das Buch*, sondern erstellten auch aus den gelesenen Informationen Plakate zu den insgesamt zehn Opfern der NSU-Morde. Die Plakate wurden während der Veranstaltung auf Pinnwänden in der Aula ausgestellt.

Gamze Kubaşık nun persönlich kennenzulernen, war spannend für die jungen Zuhörenden. Ali Sirin, Moderator des Bündnisses „Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund“, führte durch die Veranstaltung. Im Anschluss an die Lesung konnten die Schülerinnen und Schüler viele Fragen stellen, die Gamze Kubaşık ausführlich beantwortete. 

Fotos: Kald, krs

Eines war Gamze Kubaşık ganz wichtig: „Lasst euch nicht spalten, übernehmt Verantwortung und werdet laut bei Ausgrenzung. Wir müssen Netzwerke und gemeinsam gegen jede Art von Rassismus gegensteuern.“ Schulleiter Jens Kock fügte hinzu: „Auch in der Schule können und müssen wir sensibel sein für das Thema und im Alltag solidarisch mit denen sein, die ausgegrenzt werden.“

Diese Lesung wird den Zuhörenden noch lange im Gedächtnis bleiben, sagten viele: „Das Buch ist schon super interessant, spannend und es geht unter die Haut. Aber Gamze Kubaşık persönlich zu erleben, macht für uns die Projektwoche unvergesslich.“ 

*: Der Erwerb der Bücher für den 9. Jahrgang wurde durch die Bezirksvertretung9 (BV9) ermöglicht, der wir hier herzlich danken. Wir bedanken uns auch bei der Sprecherin der SPD-Fraktion in der BV 9, Martina Fockenbrock, für ihren Besuch bei der Lesung! 

Unser Dank gilt zudem der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und dem Kommunalen Integrationszentrum für ihre Unterstützung, der Buchhandlung Dietsch für die gute Zusammenarbeit sowie Gamze Kubaşık und Ali Şirin vom Bündnis „Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund“ für ihr Engagement und ihren wertvollen Beitrag.

Das Buch „Unser Schmerz ist unsere Kraft – Neonazis haben unsere Väter ermordet“ ist ein Jugendsachbuch; es wird empfohlen ab 14 Jahren und kostet 17,90 Euro.

Hier gibt es eine Leseprobe:
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1075014669

Ausbildungsbotschafter bei uns zu Gast 

Welch ein Luxus! Statt durch ganz Düsseldorf und Umgebung zu fahren und Betriebe auf der Suche nach Informationen auf eigene Faust „abzuklappern“, bekamen die Jugendlichen der Stufen 9 und 10 dieses Info-Paket direkt bei uns: Die Ausbildungsbotschafterinnen und -Botschafter besuchten sie in unserer Schule!

Etwa 15 Betriebe wurden von engagierten Auszubildenden kompetent vertreten. Unter den Firmen waren unter anderem die Versicherungsgesellschaft Provinzial, der Dachdeckerbetrieb Dächer für Düsseldorf, der Verbund katholischer Kliniken, das Oberlandesgericht, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, die Großmarkt-Kette Handelshof, das Immobilien-Facility & Management-Unternehmen ISS und das Industrieelektrik-Unternehmen Mitsubishi Electric. 

Sie alle verwandelten die beiden Cluster in der 4. Etage unserer Schule mitsamt dem Treppenhaus in eine Jobmesse vom Feinsten. Möglich gemacht hatte dieses Ausbildungsevent die Unternehmerschaft Düsseldorf, deren Vertreterin Frau Moeser sich vor Ort davon überzeugen konnte, dass das Angebot an unserer Schule sehr gut angenommen wurde.

Die jungen BotschafterInnen wussten spannend und interessant aus zahlreichen unterschiedlichen Ausbildungsberufen zu berichten. Und unsere RealschülerInnen nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, sich Tipps zur Berufsorientierung zu holen und aus erster Hand zu erfahren, wie sich Ausbildung „anfühlt“. Besonders begehrt war „Dächer für Düsseldorf: Hier konnten die SchülerInnen bei vielen praktischen Übungen den Beruf des Dachdeckers besser kennenlernen.

Ergänzend zum Tag der Ausbildungsbotschafter war auch in diesem Jahr wieder der M+E-InfoTruck vor Ort und öffnete die Türen des beeindruckend großen LKW direkt vor den Toren unserer Schule.  Die Chemie- und Technikkurs-SchülerInnen der Stufen 7 bis 10  waren eingeladen zu einem exklusiven Besuch in der Welt der Metall- und Elektroindustrie. Unter der Federführung des Instituts der deutschen Wirtschaft führten Fachleute hier 90-minütige Schnupperkurse in verschiedenen Berufen durch und widmeten sich ausgiebig den Fragen ihrer jungen Besucherinnen und Besucher.

Foto: IW Medien

Fit für den Chemieunterricht

Ein halbes Jahr mussten sie auf diesen Tag warten. Der Grund: Die Gasbrenner wurden erst kurz vor Weihnachten geliefert. Zwar soll ja die Vorfreude die beste Freude sein, aber als der „Tag des Brennerführerscheins“ endlich da war, strahlten die Schülerinnen und Schüler des Kurses WP Chemie 7 um die Wette. 

Die Prüflinge hatten fleißig gelernt. Denn es geht bei der Prüfung nicht nur darum, den Gasbrenner ans Laufen zu bekommen und ihn sachgerecht zu verwenden. Auch die Theorie will beherrscht sein, darunter Kenntnis der Sicherheitsregeln und des Aufbaus des Brenners. Außerdem müssen die einzelnen Handlungsschritte beherrscht werden. Hinzu kommt, dass man die Flamme genau beobachten und sicher einschätzen muss, ob sie in der vorgeschriebenen Weise brennt.

Wichtige Aspekte für den Brennerführerschein sind: 

  • Sicherheitsregeln: Schutzbrille tragen, Haare zusammenbinden, Laborkittel schließen, Stehen statt Sitzen, niemals über die Flamme beugen.
  • Aufbau des Brenners: Gaszufuhr (unten), Gasregler, Luftregler (drehbarer Ring), Brennerrohr.
  • Inbetriebnahme:
    • Prüfen: Gasregler und Luftzufuhr müssen geschlossen sein.
    • Schlauch fest anschließen.
    • Zündquelle (Streichholz/Feuerzeug) bereithalten.
    • Gashahn am Tisch/Brenner öffnen und sofort anzünden (Leuchtflamme).
    • Luftzufuhr langsam öffnen, bis eine rauschende, bläuliche Flamme entsteht.
  • Ausschalten: Luftzufuhr schließen, dann Gaszufuhr schließen.
  • Flammentypen: Leuchtende Flamme (Sicherheitsflamme, gelb, sichtbar) und rauschende Flamme (Arbeitsflamme, heiß, blau, bis 1300-1500°C).
  • Notfall: Bei Verlöschen der Flamme sofort Gas zudrehen. 

Die SiebtklässlerInnen bestanden ihre Prüfung vorbildlich und dürfen nun im Chemieunterricht unter Aufsicht selbstständig mit dem Bunsenbrenner arbeiten. Herzlichen Glückwunsch!

Der Wald im Schuhkarton

Wenn es in diesen Wochen draußen oft kalt, nass und grau aussieht, hat Biologie-Lehrerin Frau Cetin einen Tipp für gute Laune: Bastele dir einen Wald im Schuhkarton!

Schülerinnen und Schüler des Biokurses der Stufe 7 machten sich direkt ans Werk und schufen phantasievolle Mini-Wälder mit Pflanzen, Tieren und anderen Dingen, die man im Wald finden kann. Naturmaterialien wie Blätter, Moos und kleine Zweige wurden dabei kreativ kombiniert mit Gummitieren und gestalteten Bäumen und Sträuchern aus Pappe.


Dabei herausgekommen sind hübsche kleine Kunstwerke, die sich gut als Dekoration auf dem Schreibtisch oder im Regal machen. Die Kids können stolz sein auf ihre „Wälder im Schuhkarton“, die hier zu bewundern sind.

Formel-1-Autos selber bauen

Sägen, Hobeln und Schleifen, Bohren, Fräsen und Leimen, Messen, Drechseln und Schnitzen: In unserer Holzwerkstatt bei Herrn Guenak hatten unsere Förderschülerinnen und -schüler der Stufe 7 alle Hände voll zu tun. Die Aufgabe des Projekts war es, ein kleines Formel-1-Holzauto anzufertigen, in denen sogar FahrerInnen sitzen sollten.

Den Kindern machte die Arbeit mit Holz großen Spaß. Unermüdlich bearbeitete jede/r ein Holzstück und brachte es mit viel Geduld und Sorgfalt in Form. Dabei halfen sie sich und gaben einander Tipps. Zum Schluss bemalten sie ihre Werke und fertig war der kleine Fuhrpark. Der übrigens völlig klimafreundlich ist: Die Holzautosrennwagen fahren ohne Benzin oder Batterie. Sie brauchen ab und zu nur einen freundlichen Schubs mit der Hand –  statt PS haben sie quasi 1 „SH“. 😉

Wer selbst ein Auto bauen möchte, findet hier eine Anleitung:

Wer mehr über Holzbearbeitung, Werkzeuge etc. wissen möchte, kann hier Informationen finden: 

https://www.wirtschaft-integriert.de/assets/downloads/Grundwortschatz-Holz-final.pdf